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Mai 30

Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Dieser Tage fand in Berlin die 17. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung unter dem Leitmotto „wissen. wählen. wünschen“ statt.

 

Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, wurde dazu als Gast eingeladen. Der Nachhaltigkeitsrat wurde 2009 gegründet und berät die Bundesregierung in Fragen des Klimawandels, der Lebensmittel- und der Energieversorgungssicherheit. Weltweit steht die Nachhaltigkeitsagenda 2030 auf der Tagesordnung der Staaten. Die Nachhaltigkeitsrede der deutschen Bundeskanzlerin, Angela Merkel, stand dabei auf der Tagesordnung der Konferenz. Kanzlerin Merkel betonte dabei, dass Nachhaltigkeit ein allgemeiner Anspruch an unser Handeln in allen Bereichen geworden ist. Das Thema ist in der Wirtschaft angekommen. Wir müssen den Planeten heilen und für unsere Kinder schützen. Wir müssen uns täglich überlegen, wie wir umweltschonend produzieren und unsere Güter transportieren. Nachhaltigkeit geht jeden etwas an. Deutschland  hat seine Nachhaltigkeitsstrategie 2017 verabschiedet. 2018 wird geprüft, was sich zu ändern hat. Das beinhaltet neben Umwelt auch die Wirtschaft und das soziale Leben. Mit diesen Aussagen stellte die Kanzlerin klar, dass das Thema Nachhaltigkeit in Deutschland weiterhin hohe Priorität haben wird.

 

Das Zerstören unserer Böden durch Verbauung stand bei der Tagung immer wieder im Mittelpunkt der Diskussion. Deutschland hat dazu eine schlüssige Strategie, die von der Verdichtung der Städte durch Dachaufstockung hin bis zur Förderung der Innen- statt Außenentwicklung in den Dörfern geht. Das Ergebnis: In Deutschland geht man mit der Ressource Boden sehr überlegt um.

 

Kurt Weinberger diskutierte beim anschließenden bilateralen Treffen mit der deutschen Kanzlerin das Thema Landverbrauch. „Die Kanzlerin hat ein unglaubliches Sensorium für den Erhalt unserer Umwelt und ist auch eine Kämpferin für den Erhalt unserer Lebensgrundlage Boden“, resümierte Weinberger nach diesem Treffen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Während Österreich pro Jahr rund 0,5 Prozent seiner Agrarflächen verbaut, werden in Deutschland nur 0,25 Prozent pro Jahr durch Verbauung aus der Produktion genommen.