Olivér Várhelyi
European Commissioner for Health and Animal Welfare
European Commission
Rue de la Loi / Wetstraat 200
1049 Brussels
Belgium
Graz, am 06.03.2026
Sehr geehrter Herr Kommissar Várhelyi,
aktuelle Berichte über 62.781 Tonnen importiertes Rindfleisch aus Brasilien, in denen das Wachstumshormon Trenbolon sowie dessen Abbauprodukt Trendion nachgewiesen wurden, sorgen für große Besorgnis bei vielen Konsumentinnen und Konsumenten. Besonders alarmierend ist dabei, dass der Einsatz von Wachstumshormonen in der Europäischen Union zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung seit 1989 mit der Richtlinie 88/146/EEC des Rates ausdrücklich verboten ist.
Während europäische Landwirtinnen und Landwirte unter den strengsten Umwelt-, Tierwohl- und Gesundheitsauflagen produzieren, gelangen verbotene Lebensmittel in den europäischen Handelsverkehr. Für uns stellt sich nun die Frage: Warum haben in diesem konkreten Fall die Importkontrollen der Europäischen Union versagt?
Wir richten daher eine klare Aufforderung an Sie als zuständigen EU-Kommissar im Sinne der europäischen Verbrauchergesundheit und der eigenen Versorgungssicherheit:
- Im Sinne unserer europäischen Konsumenten: Die Importkontrollen an den EU-Außengrenzen müssen lückenlos durchgeführt und mitunter deutlich verschärft Lebensmittel mit verbotenen Substanzen müssen zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten vor Europas Grenzen rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.
- Im Sinne unserer heimischen, europäischen Landwirtschaft: Um die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe mit ihren hochqualitativen Erzeugnissen weiter in der Produktion halten zu können, sollen zukünftig nur jene Lebensmittelimporte zugelassen werden, die den europäischen Produktions- und Sicherheitsstandards
Wir ersuchen Sie daher eindringlich, die bestehenden Kontrollmechanismen zu evaluieren und rasch Maßnahmen zu setzen, damit Fälle wie dieser künftig ausgeschlossen werden können.
Für den Steirischen Bauernbund,
LR ÖR Simone Schmiedtbauer DI Bernd Brodtrager
Bauernbundobfrau Bauernbunddirektor
Foto: European Union , 2025







