Gemeinsame Futtermitteloffensive unterstützt steirische Betriebe rasch und unbürokratisch bei der Futterbeschaffung.
Das Dürrejahr 2026 stellt viele steirische Betriebe vor große Herausforderungen. Besonders die Versorgung mit ausreichend Futtermitteln ist für zahlreiche Tierhalter zu einer zentralen Frage geworden. Landwirtschaftskammer Steiermark, Maschinenring Steiermark, BIO-Austria Steiermark und der steirische Bauernbund haben deshalb bereits vor einem Monat gemeinsam eine Futtermitteloffensive gestartet. Von Beginn an ging es darum, Angebot und Nachfrage schnell und unbürokratisch zusammenzubringen und verfügbares Futter dorthin zu bringen, wo es dringend gebraucht wird.
Nach aktuellen Schätzungen liegt der zusätzliche Futtermittelbedarf in der Steiermark bei rund 150.000 Tonnen. 50.000 Tonnen Heu, Grassilage, Maissilage (Trockenfutter), wurde von den Maschinenringen und allen anderen privaten Initiativen bereits vermittelt. Weitere 50.000 Tonnen werden in den nächsten Wochen zusätzlich vermittelt. Anschließend erfolgt die Vermittlung von Zwischenfrüchten, Grünroggen & Co bis ins Frühjahr ebenfalls von den Maschinenringen und anderen privaten Initiativen.
„Wenn man von einem zusätzlichen Bedarf von rund 150.000 Tonnen ausgeht und sieht, wie viel davon durch die verschiedenen Initiativen bereits abgedeckt werden konnte, ist das eine enorme gemeinsame Leistung. Viele Bäuerinnen und Bauern helfen einander, und genau dieser Zusammenhalt macht in einer schwierigen Situation den Unterschied“, betont LK-Präsident und Bauernbund Obfrau-Stellvertreter Andreas Steinegger.
Für Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager zeigt die Entwicklung vor allem eines: „Während vielerorts noch darüber diskutiert wird, was getan werden müsste, haben wir längst gehandelt. Unsere Futtermitteloffensive läuft seit mehr als drei Wochen und wird auch weitergeführt. Gut, dass auch der UBV mit rund 2.000 Maisballen seinen Beitrag leistet. Aber zu behaupten, sonst würde niemand etwas tun, stimmt einfach nicht. Viele haben längst angepackt und gemeinsam enorme Mengen an Futter auf die Höfe gebracht.“
Klarstellung zu den SVS-Dürrehilfen
Auch rund um die Dürrehilfen der Bundesregierung werden derzeit falsche Behauptungen verbreitet. Die zwei erlassenen SVS-Monatsbeiträge sind keine Stundung. Sie werden den Bäuerinnen und Bauern erlassen und müssen nicht zurückgezahlt werden. Zur Finanzierung wird der Bundeszuschuss zur SVS vorübergehend reduziert. Für die Versicherten bedeutet das keine spätere Nachzahlung, keine Beitragserhöhung und keine Leistungskürzung.
Im Bild: LK-Präsident Andreas Steinegger, Bauernbund-Landesobfrau Landesrätin Simone Schmiedtbauer und Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager.
[© STBB]






