Detaillierter Faktencheck zeigt: Pflanzenschutzmittelmengen bei chemisch- synthetischen Wirkstoffe sinken, inerte Gase für Lagerhaltung wurden mitberechnet und sorgen für Mengenanstieg.
Der Steirische Bauernbund und der Verband Steirischer Erwerbsobstbauern wehren sich gehen die zahlreichen Falschinformationen der Grünen, Global 2000 und dem Ökobüro. „Die Aussage, dass 22% mehr an Pestiziden in der Landwirtschaft und am Feld eingesetzt werden, ist unrichtig und fachlich falsch, da inerte Gase für die Lagerhaltung von Lebensmittel miteinbezogen wurden“, so Bernd Brodtrager, Direktor des Steirischen Bauernbundes und selbst praktizierender Ackerbauer. „Die absichtliche Falschinterpretation der Statistik zum Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmittel ist reine Panikmache, trägt aber null zur gesellschaftlichen Verantwortung bei.“
Faktencheck: Gesamter Pflanzenschutzmitteleinsatz abnehmend
Gemeinsam mit dem Obmann des Verbandes der Steirischen Erwerbsobstbauern und selbst Obstbauer, Manfred Kohlfürst, unterzog der Steirische Bauernbund den Aussagen einen
Faktencheck, der folgende Punkte aus der Statistik der AGES richtigstellt:
a) Zu den verkauften Pflanzenschutzmittelmengen wurden seit 2016 die sog. inerten Gase (u.a. CO2, Stickstoff oder Argon) hinzugerechnet, die für die Lagerung von Äpfeln, Getreide
oder Kartoffel verwendet und nicht am Feld ausgebracht werden.
b) Die verkaufte Menge an chemisch synthetischen Pflanzenschutzmitteln verringerte sich zwischen 2010 und 2024 um 23%.
c) Die verkaufte Menge an Bio-Pflanzenschutzmitteln stieg zwischen 2010 und 2024 um 20,18% an.
d) Nimmt man in der Berechnung der verkauften Pflanzenschutzmittelmengen die inerten Gase heraus (wie es die meisten Mitgliedsstaaten der EU tun), so ergibt sich ein Rückgang der gesamten Pflanzenschutzmittelmengen von 7,1%.
Branchen-Obmann Manfred Kohlfürst erklärt: „Die meisten diese Wirkstoffe werden in der Lagerhaltung – und hier auch für Bio-Erntegut – eingesetzt und sehen nie ein Feld. Pflanzenschutz ist aber generell, sowohl im Bio-, als auch im konventionellen Bereich notwendig, um Pflanzen zu schützen und daraus gesunde und hochqualitative Lebensmittel zu erzeugen. Unsere Bauern sind top ausgebildet, müssen verpflichtende Weiterbildungen bei
der Handhabe von Pflanzenschutzmitteln absolvieren und arbeiten effizient und sparsam. Wir haben die sichersten Lebensmittel seit Jahrzehnten, und das soll auch so bleiben“







