Steirischer Bauernbund unterstützt Futtermitteloffensive zwischen Ackerbau- und Grünlandregionen.
Die extreme Trockenheit stellt derzeit viele landwirtschaftliche Betriebe in der Steiermark vor große Herausforderungen. Während sich zahlreiche Maisbestände in den Ackerbauregionen aufgrund der fehlenden Niederschläge nur schlecht entwickeln, fehlt es gleichzeitig vielen Rinderbetrieben an ausreichend Grünfutter.
Ein wichtiger Bestandteil der betrieblichen Risikovorsorge ist dabei die Dürreindexversicherung. Rund 85 Prozent der Ackerbau- und 60 Prozent der Grünlandbetriebe sind bereits entsprechend versichert. Neben dieser Absicherung braucht es jedoch auch schnelle Lösungen, die den Betrieben unmittelbar bei der Futterversorgung helfen. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefert der Maschinenring Steiermark, wo Angebot und Nachfrage über die Regionalbüros zusammengeführt werden. Der Steirische Bauernbund unterstützt diese Initiative und ruft zu einem verstärkten Futtermittelaustausch zwischen den steirischen Ackerbau- und Grünlandregionen auf. Schlecht entwickelte Körnermaisbestände können jetzt noch frühzeitig siliert und als wertvolles Futtermittel an Rinderbetriebe weitergegeben oder verkauft werden.
„Aktuell erreichen uns viele Anrufe von betroffenen Bäuerinnen und Bauern. Gerade in einer derart schwierigen Situation ist es wichtig, dass wir über Regionen und Betriebszweige hinweg zusammenhalten und uns gegenseitig schnellstmöglich unterstützen. Der Futtermittelaustausch bietet sowohl für Ackerbau- als auch für Rinderbetriebe eine sinnvolle Lösung und damit eine echte Alternative. In dieser schwierigen Situation sind rasch umsetzbare und praxistaugliche Maßnahmen notwendig“, betont Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager.
Landwirtinnen und Landwirte, die Futtermittel anbieten können oder einen entsprechenden Bedarf haben, werden gebeten, sich beim örtlichen Maschinenring zu melden. Dort werden die Informationen gesammelt und Angebot und Nachfrage bestmöglich zusammengeführt. Auch das Landesbüro, die Bezirks- und Ortsfunktionäre des Steirischen Bauernbundes stehen für diesbezügliche Hilfeleistungen weiterhin zur Verfügung. Die Kontaktdaten der steirischen Maschinenringe sind unter folgendem Link mit der Eingabe der eigenen Postleitzahl zu finden: https://www.maschinenring.at/maschinenring-steiermark
Bei fachlichen Fragen unterstützen zudem die Fachexperten der Landwirtschaftskammer Steiermark.
„Neben den genannten Sofortmaßnahmen braucht es nun auch langfristige Strategien zur Anpassung an den Klimawandel. Im Mittelpunkt stehen dabei die nachhaltige Verfügbarkeit von Wasser, der Schutz unserer Grundwasserkörper sowie der verstärkte Einsatz trockenheitstoleranter Sorten“, so Brodtrager abschließend.






![Landesobmann der Steirischen Jungbauern David Tischler, Landwirtschaftskammerpräsident Andreas Steinegger, Landesobfrau Landesrätin Simone Schniedtbauer, Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein, Landtagsabgeordneter und StVP-Agrarsprecher Franz Fartek sowie Bauernbund-Direktor Bernd Brodtrager. [© Arthur]](https://www.stbb.at/wp-content/uploads/2026/07/STBB-LBR-01-110x80.jpg)
