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Nov 10

Weidegänse werden immer beliebter

Die 30 steirischen Gänse-Bauern halten ihre Tiere besonders tierfreundlich

Weidegans_LOGO_Traunviertler

 

Martini ist Gänse-Zeit. Am Mittwoch, dem 11. November, ist Martini – die Hochzeit des Gansl-Essens. Dieser Trend setzt sich neuerdings auch in der Adventzeit und rund um Weihnachten fort. Auch die Gastronomie setzt Gänse-Spezialitäten verstärkt auf die Speisekarte.

 

Besonders tierfreundliche Haltung. In der Steiermark gibt es mittlerweile 30 Weidegans-Halter, die auf ihren Wiesen und Weiden 3.300 Gänse besonders tierfreundlich halten. Sie ernähren sich in erster Linie vom grünen Gras ihrer Gänseweiden. Daher wachsen sie auch wesentlich langsamer als importierte Mastgänse. Die Gänsebetriebe halten im Durchschnitt 110 Tiere am Hof. Der Anteil der Biobetriebe liegt bei einem Drittel. Die steirische Landwirtschaftskammer hat in den vergangenen Jahren die Beratung der Landwirte intensiviert, um den Betrieben beim Aufbau der Gänsehaltung zu helfen. Aufgrund der starken Nachfrage werden aktuell neue Betriebe gesucht. Verkauft werden die Gänse um den 11. November hauptsächlich an private Haushalte. In den vergangenen Jahren ist der Gastronomie-Absatz stets gestiegen, wo Gänse ebenfalls oft bis Weihnachten auf der Speisekarte stehen.

 

Marke: „Steirische Weidegans“. Erkennbar sind tierfreundlich gehaltene heimische Weidegänse an den kontrollierten Marken „Österreichische Weidegans“, „Steirische Weidegans“ oder „Ennstaler Weidegans“. Weitere regionale Marken wie „Schilcherland Weidegans“ oder „Oststeirische Weidegans“ sind im Aufbau. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 0,3 Kilo, der österreichische Selbstversorgungsgrad liegt bei 17 Prozent.

 

Heimische Daunen sind tiergerechte Alternative zu ausländischen Billigprodukten. Weidegänse liefern neben Fleisch auch die begehrten Daunen. Durch die lange Haltedauer der heimischen Gänse auf der Weide können die Daunen und Federn ausreifen. Sie haben sich international zu einem gefragten Spitzenprodukt entwickelt. In starken Gänse-Produktionsländern wie Frankreich oder auch Ungarn steht das Lebendrupfen aber auch die Stopflebererzeugung an der Tagesordnung. In Österreich ist beides per Bundestierschutzgesetz verboten. Erkennbar sind die heimischen Daunen an folgendem Logo.