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Aug 01

Rindfleisch- und Almlammfest: Es duftete nach Rindsrouladen, Steaks und Ennstal-Lamm

Großartige Stimmung bei den Genuss-Festen der Landwirtschaftskammer auf der Brandlucken und in Haus/Ennstal.

 

Die Brandlucken mit dem Rindfleischfest und Haus/Ennstal mit dem Almlammfest waren heute die kulinarischen Höhepunkte des Almsommers. Es duftete nach Rindsrouladen, Steaks und köstlichem Ennstal-Lamm. Dazu Präsident Franz Titschenbacher und Vizepräsidentin Maria Pein: „Das Rindfleisch- und Almlammfest sollen dazu beitragen, die Bevölkerung von heimischen Rind- und Lammfleisch zu begeistern und ihr einen Einblick in die Rinder- und Schafhaltung, sowie in die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern als Tierhalter und Landschaftspfleger zu geben.“

 

Rindfleischfest: Mehr als 7.000 Besucher kamen auf die Brandlucken.

Im Ambiente des steirischen Almenlandes auf der Brandlucken drehte sich heute Sonntag für die rund 7.000 Gäste alles ums heimische Rindfleisch. Und die 250 Freiwilligen taten hinter den Kulissen alles, damit die Besucher einen erlebnisreichen, g´schmackigen und gemütlichen Almtag verbringen konnten. „Das Fest würdigt auch die Leistungen unserer 11.400 heimischen Rinderbauern“, betonten Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein, Johann Baumegger, Obmann der Arbeitsgemeinschaft Weizer Bergbauern, und Fest-Organisator Kammerobmann Sepp Wumbauer.

 

DSC_8100 (2)Es duftete nach Rindsrouladen, Rindssuppe, Steaks und Co. In der Steak-Alm zauberten Zwei-Haubenkoch Christian Übeleis und Meisterkoch Thomas Schäffer die besten Steaks der Welt. Die Bäuerinnen verwöhnten mit mehr als 20 verschiedenen Rindfleischgerichten – die Alm duftete nach Rindsrouladen, Rindfleischsalat, Burger, Rindssuppe, Steaks und Co. Spitzenkoch Ferdinand Bauernhofer verwöhnte mit einem viergängigen Rindfleisch-Genuss-Theater, das mit Witz, Zauberei und Gesang den Gästen auf der Theatertribüne serviert wurde. Für den visuellen Leckerbissen sorgten rund dreißig Models in pfiffiger Tracht. Gleich nebenan wurde traditionelles Handwerk gepflegt. Bäuerinnen und Bauern ließen sich beim Korbflechten und Drechseln über die Schulter schauen. Ein buntes Kinderprogramm, Hubschrauber-Rundflüge übers Almenland und schwungvolle Musik von den „Jungen Steirerländern“ sorgten für einen abwechslungs- und erlebnisreichen Festtag.

 

Hervorragende Stimmung auch beim Almlammfest.

Rund 4.000 Steirerinnen und Steirer waren begeistert als heute gegen 11 Uhr die Obdacher Schäferin Evelyn Zarfl mit ihren 800 Schafen und Lämmern, unter dem Geläute der umgehängten Glöckchen, ins Festgelände einzog. Das Almlammfest bot vor allem auch kulinarische Höhepunkte: Die Bäuerinnen servierten Köstlichkeiten vom „Ennstaler Almlamm“ in allen Variationen: Besonders begehrt bei den Gästen waren das Ennstaler Almlammbratl, der Almlamm-Genuss-Teller sowie die gebratenen Lammwürstel. Und bei den süßen Köstlichkeiten fanden die typischen „Ennstaler Steirerkrapfen“ besonderen Anklang.

 

Titschenbacher: Auf heimische Spezialitäten kann man vertrauen. „Auf heimisches Lammfleisch kann man vertrauen. Erfreulicherweise bekommen regionale Spezialitäten wie beispielsweise das Ennstaler Almlamm in den Haushalten der Steirerinnen und Steirer sowie in der regionalen Gastronomie und Hotellerie einen immer größeren Platz“, freut sich Landwirtschaftskammer Präsident Franz Titschenbacher und er appellierte an die Gäste bei Lebensmitteln auf die heimische Herkunft zu achten. Denn: „Auf heimische Spezialitäten wie dem Ennstaler Almlamm kann man 100-prozentig Vertrauen – die Herkunft ist garantiert nachvollziehbar. Und die Qualität am ist Teller vorzüglich.“

 

800 Schafe pflegen die Schipisten des Hauser Kaiblings. Schafe von 20 Schafbauern der Region beweiden während des Sommers den Hauser Kaibling und werden professionell von der Obdacherin Evelyn Zarfl betreut. „Die Schafe und Lämmer sind nicht nur eine Touristen-Attraktion, sondern sie sind wichtige Pistenpfleger, düngen die Flächen, lockern den Boden und schützen vor Erosionen“, so Cheforganisator Siegfried Illmayer. „Durch Beweidung mit Schafen konnten die in der Vergangenheit neu angelegten Pistenflächen gut anwachsen und Erosion weitgehend verhindert werden“, so Hauser Kaibling Geschäftsführer Arthur Moser.

 

Hauser Kaibling Bahn erspart sich die halben Pisten-Pflegekosten. Die Schafherde wird insgesamt mehr als eine Million Kilo wertvolles Gras, schmackhafte Almkräuter und Blätter von Sträuchern fressen. Damit leistet die Herde einen wesentlichen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft. „Wir ersparen uns rund 50 Prozent der Pflegekosten im Sommer, es muss wesentlich seltener mit schweren Maschinen und Geräten gearbeitet werden – sogar weniger Dünger wird benötigt“, sagt Arthur Moser zu den Vorteilen der Schafe als Pistenpfleger.