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Nov 29

Ländlicher Raum soll durch Masterplan zukunftsfit gemacht werden

BMLFUW startet gemeinsam mit LH-Konferenz und Gemeindebund Regionalschwerpunkt

kirchdorf_an_der_krems_10-id76393-size650px„Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher leben im ländlichen Raum, trotzdem zieht es immer mehr Menschen in die Städte. Umso wichtiger ist es, den ländlichen Raum fit für die Zukunft zu machen“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Landeshauptmann Platter und Gemeindebundpräsident Mödlhammer. Chancengerechtigkeit und neue Perspektiven für den Zukunftsraum Land stehen im Jahr 2017 im Mittelpunkt. Die Bandbreite der Themen reicht von Land- und Forstwirtschaft und Wirtschaft über Infrastruktur, Mobilität und soziale Verantwortung bis hin zum digitalen Dorf.

 

„Die Initiative von Bundesminister Andrä Rupprechter ist ein umfassender Ansatz zur Stärkung und Weiterentwicklung des ländlichen Raumes, den ich voll unterstütze. Wir müssen gemeinsam – Bund, Länder und Gemeinden an vielen Rädern drehen, um den ländlichen Raum als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum zu erhalten. In Tirol setzen wir dafür bereits vielfältige Initiativen, u.a. die Breitbandoffensive, über die bis 2018 50 Mio. Euro in den Ausbau schneller Datenverbindungen investiert werden“, so Platter.

 

Rupprechter stellte heute drei Schwerpunkte klar: Die Verlagerung von Behörden und Ämtern in die Regionen, eine Stärkung der Frau am Land sowie Erleichterungen und rechtliche Vereinfachungen für jene, die sich ehrenamtlich engagieren. Rückendeckung erhält er aus Ländern und Gemeinden.

 

„Erstmals ist es im Rahmen des Finanzausgleichs gelungen, einen Strukturfonds für benachteiligte Gemeinden zu schaffen. Über ihn sollen strukturschwache Kommunen besondere Unterstützung erhalten. 60 Mio. Euro stehen dafür bereit, über die gesamte FAG-Periode hinweg sind das 300 Mio. Euro. Darüber hinaus“, findet Mödlhammer, „solle man über die Verlegung von Bundes- und Landesdienststellen in die ländlichen Räume reden. Es gibt wenig plausible Gründe, warum alle Bundes- und Landesbehörden in Wien bzw. den Landeshauptstädten sein müssen. Viele Dinge können inzwischen von allen Orten Österreichs aus erledigt und bearbeitet werden. Die Verlagerung hochrangiger Behördenstandorte in die ländlichen Gebiete würde dort auch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, u.a. auch für Akademiker/innen. Ich halte diese Diskussion und die dahingehenden Überlegungen für sehr, sehr wichtig, wenn es nicht – wie in der Vergangenheit schon so oft – nur bei Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden für den ländlichen Raum bleiben soll.“

 

Masterplan für den ländlichen Raum, Communal-Audit und Digitalisierung

Zum ersten Mal wird ein Masterplan für die Zukunft des ländlichen Raumes erarbeitet – wie im Regierungsprogramm der Österreichischen Bundesregierung festgeschrieben. Die Bevölkerung wird dabei aktiv eingebunden. Regionale Erfolgsstrategien und Entwicklungspotenziale werden direkt vor Ort diskutiert: Im Rahmen einer Bundesländer-Tour.

 

Zusätzlich unterstützt das BMLFUW die Gemeinden mit einem innovativen und wirksamen Instrument – dem Communal Audit Neu. Mit diesem Audit-Verfahren können Gemeinden genau sehen, wo sie stehen und welche konkreten Maßnahmen für ihre Zukunft wichtig sind. Um Vorbilder aufzuzeigen wird eine digitale Land-Karte mehr als 250.000 Projekte und Initiativen zusammenfassen, die das BMLFUW gemeinsam mit den Ländern und den Menschen vor Ort schon umgesetzt hat.