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Doralt hatte heute in einem Interview behauptet, dass alle Budgetprobleme bei entsprechender Besteuerung der Bauern lösbar wären.
Wlodkowski: Bauern gehören nicht zu den Großverdienern.
„Wenn Doralt glaubt, dass er mit der Abschaffung der Pauschalierung alle Budgetlöcher stopfen kann, dann liegt er voll daneben. Die Bauern gehören nicht zu den Großverdienern in Österreich“, stellt Wlodkowski klar. Im Gegenteil: Ihre vergleichbaren Durchschnittseinkommen liegen laut Grünem Bericht mit rund 12.941 Euro netto und weniger im untersten Bereich. Die Pauschalierung, die auch für viele Gewerbebetriebe gilt, bringt dem Finanzamt nur Verwaltungsvereinfachungen und somit erhebliche Einsparungen.
Wlodkowski: „Müssten nämlich den mehr als 180.000 österreichischen Bauern Steuerbescheide ausgestellt werden, käme dies dem Finanzamt sehr teurer zu stehen und wäre ohne neuem Beamtenapparat nicht machbar.“ Und weiter: „Das kann doch im Sinne des Sparens kein ernstgemeinter Vorschlag sein.“ Außerdem ist durch nichts bewiesen, dass die Pauschalierung verfassungswidrig ist. Darüber hinaus zahlen Bauern, die die Pauschalierungsgrenze überschreiten, selbstverständlich Einkommenssteuern.
Studienbeihilfe: Bildungsfeindliche Attacke!
„Wenn von den mehr als 350.000 Studentinnen und Studenten in Österreich nur 3.000 Bauernkinder ein Stipendium bekommen, dann ist das noch lange kein Privileg“, wehrt sich Wlodkowski gegen Behauptungen von Doralt, dass zuviele Bauernkinder ein Stipendium beziehen würden. Wlodkowski weiter: „Es ist eines Professors unwürdig, derartige bildungsfeindliche Attacken zu reiten.“
Landwirtschaft leistet gerechten Beitrag zur Sanierung.
„Die Landwirtschaft ist bereit, ihren gerechten Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes zu leisten, doch einseitige Belastungen und Einkommenskürzungen werden als ungerecht und unsozial abgelehnt“, bekräftigt Wlodkowski den Sparwillen der Landwirtschaft.
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