„Saisonale Produkte aus der Region werden das ganze Jahr über für die Steirerinnen und Steirer zur Verfügung gestellt“, fuhr Wlodkowski fort.

Gerhard Wlodkowski forderte weiters, die Lebensmittelkennzeichnung zu verbessern
Der Landesobmann des Bauernbundes forderte, die Lebensmittelkennzeichnung EU-weit zu verbessern, um Lebensmittelskandale zu verhindern und verwies auf das AMA-Gütesiegel. Das von Gesundheitsminister Stöger geforderte Pickerl ist nur eine Verunsicherung für die Konsumenten und die Bauern hätten die Rechnung zu zahlen. Wlodkowski ging schon vorweg auf die Diskussion zur Kammerreform ein und stellte klar, dass das Wohl der einzelnen Bauern durch perfektes Service und höchste Kompetenz im Vordergrund steht. Entsprechende Konzepte werden gemeinsam mit den Bezirksverantwortlichen ausgearbeitet.

Bauernbundpräsident Grillitsch sieht Agrarpolitik als moderne Gesellschaftspolitik
Hart ins Gericht zog Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch mit Gesundheitsminister Stöger, der Tierschutzstandards einseitig in die Höhe treiben will, wodurch die Produktion zu menschen- und tierunwürdigen Bedingungen wie Massentierhaltung und Sklavenarbeit ins Ausland verlagert wird. „Wir wollen gerne die Sehnsüchte der Konsumenten befrieden, aber die Praxistauglichkeit für die Bauern muss gegeben sein. Agrarpolitik sei schließlich moderne Gesellschaftspolitik“, brachte es der Bauernbundpräsident auf den Punkt. Grillitsch lobte die gestaltende Kraft des Bauernbundes innerhalb der ÖVP, stellte aber auch klar, dass der Bauernbund nicht nur als Wahlhilfeverein gesehen werden darf.

Landesrat Seitinger brachte die Notwendigkeit der Einsparungsmaßnahmen dar
Agrarlandesrat Hans Seitinger verteidigte die Sparmaßnahmen des Landes und präsentierte die Notwendigkeit von Reformen, um das Budget nachhaltig in den Griff bekommen zu können.

Elisabeth Köstinger gibt weit gefassten und sehr informativen Einblick über die Arbeit im EU-Parlament und aktuell anstehende Themen in Europa
Europaparlamentarierin und Jungbauernbundesobfrau Elisabeth Köstinger informierte über den Stand der EU-Agrarverhandlungen und lobte die Vorreiterrolle Österreichs für die bäuerliche, ökosoziale Landwirtschaft in Europa. Daher dürfe Österreich nicht nachteilig behandelt werden, wenn Marktordnungsprämien an Grünmaßnahmen gebunden werden. Köstinger stellte klar, dass es zu keiner weiteren Verschärfung von Bürokratieauflagen und Kontrollen kommen darf. Elisabeth Köstinger nahm auch deutlich zu Lenkungsmaßnahmen im Wettbewerb Stellung: „Wir brauchen einen Eingriff ins Wettbewerbsrecht, um Preisschwankungen minimieren zu können. Ich lehne bilaterale Handelsabkommen, wie zum Beispiel das Mercosur-Abkommen als vollständige Wettbewerbsverzerrung energisch ab“, schloss Köstinger ihre Ausführungen.

„Die harten Herausforderungen der Zukunft können nur durch einen starken Bauernbund und die Geschlossenheit der Bauern umgesetzt werden“, meint Landesobmann Gerhard Wlodkowski abschließend.
Für den Inhalt verantwortlich: © Steirischer Bauernbund, Reitschulgasse 3/I, 8010 Graz | Telefon: ++43 316 826361 | Telefax: ++43 316 826361-16 | email