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Fünf-Punkte-Sofortprogramm:
1. Marketingmaßnahmen intensivieren:
Die AMA wurde angewiesen, die Werbemaßnahmen zu intensivieren. Derzeit werden über
90% der derzeitigen Werbeaktivitäten auf Schweinefleisch konzentriert.
2. Schulterschluss mit dem Lebensmittelhandel
Ein erster Erfolg wird bereits schon verbucht. SPAR, MERKUR und HOFER steigen auf österreichisches Schweinefleisch um.
3. Maßnahmen auf europäischer Ebene
Österreich wird gemeinsam mit Frankreich eine Initiative auf EU-Ebene starten:
- EU muss Maßnahmen zu Marktentlastung setzen (private Lagerhaltung und Exporterstattung)
-Die Lage am Schweinemarkt wird auch als eigener Tagesordnungspunkt beim Rat für
Landwirtschaft am Montag, den 24. Jänner 2011 thematisiert.
4. Klare Herkunftskennzeichnung bei Schweinefleisch
Neben dem AMA-Gütezeichen wird es hinkünftig in Österreich die SUS-Herkunftskennzeichnung (SUS = lat. Schwein) geben. SUS ist ein neues Basisprogramm mit dem die österreichische Herkunft ausgezeichnet werden soll. Aufbauend darauf garantiert dann das AMA Gütezeichen neben der Herkunftskennzeichnung eine besondere Qualität. Den Konsumenten wird ab März eine verlässliche Information über die Herkunft gegeben.
5. Verstärkte Kontrollen
Die AGES als die zentrale Drehscheibe für Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit klärt auf,
informiert umfassend und verstärkt die Kontrollen:
-Österreich hat aus den vergangenen Dioxinskandalen in Europa gelernt und tiefgreifende
Reformen durchgeführt, die auch eine rasche und effiziente Kontrolle gewährleisten.
Sofortmaßnahmen in Österreich:
-Ab sofort 30% mehr Kontrollen auf Dioxin
-Direkter Kontakt mit den 10 Hauptlieferanten
-Erhebung bei den österreichischen Fettlieferanten
-Im Kontrollplan für 2011 wird ein stärkerer Fokus auf Futterfette und damit hergestellte
Mischfuttermittel für Schweine, Geflügel und Fisch gerichtet. Insgesamt werden damit
an die 1.600 Proben gezogen.
-Veranlassung von Erhebungen bei den österreichischen Lieferanten für Futterfette (Bezug
der Rohstoffe, evtl. Geschäftsbeziehungen mit dem verdächtigen Betrieb in
Deutschland)
-Mehr Kontrollen bei Mischfutterherstellern: Schwerpunktsetzung bei Fettkomponenten
(verstärkte Buchprüfung, Probenahme und Untersuchung auf Dioxin).
-Deutschland wünscht sich derzeit einen Zustand, der in Österreich längst Realität ist:
Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner will wieder mehr Futtermittel direkt auf den Höfen
erzeugen: In Österreich werden 4 Mio. Tonnen Futter an Nutztiere verfüttert, davon
kommen ¾ aus heimischen landwirtschaftlichen Betrieben.
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