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Bauernbundobmann Präsident Gerhard Wlodkowski konnte eine illustre Gästeschar zum Landesbauernrat begrüßen. Neben Niki Berlakovich waren auch Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch und LR Johann Seitinger dabei, wenn bereits zum 132. Mal zum Landesbauernrat des Steirischen Bauernbundes geladen wurde.
Gerhard Wlodkowski spiegelte in seinem Bericht die aktuelle Situation der Landwirtschaft wieder und sprach die Preisproblematik genauso an, wie unsere Chancen im Bereich der Erneuerbaren Energien.
Unser Landesrat berichtete über die derzeitige Situation in der Landesregierung und machte ganz klar deutlich, dass uns die SPÖ an allen Fronten nur dazu benutzt, um uns gegeneinander auszuspielen, um ihre populistische Form des Politikmachens weiterführen zu können.
Grillitsch überbrachte uns die Neuigkeiten von der Wiener Ebene und der Bundespolitik. Er sprach auch die Verhinderung von Willi Molterer als neuer EU-Agrarkommissar durch die SPÖ ganz klar an und dass wir die Chance auf ein 56 Milliarden Euro Ressort ein für allemal verspielt haben. Hier wird wieder einmal ganz klar deutlich, dass der SPÖ europäische Interessen völlig egal und die Bauern sowieso komplett gleichgültig sind.
Sein Appell richtete sich dann nicht nur an die bäuerliche Bevölkerung, sondern an die gesamte Gesellschaft, „Agrarpolitik ist moderne Gesellschaftspolitik“. Wir müssen erkennen, welchen Wert und welche Bedeutung unsere bäuerliche Landwirtschaft für eine lebensfähige Zukunft der gesamten österreichischen Bevölkerung hat.
Nikolaus Berlakovich fand klare Worte, auch ein Zeichen dafür, warum wir die einzige echte Bauernvertretung sind. Die Krise ist in der Landwirtschaft voll angekommen. Die Industrie geht davon aus, dass es nächstes Jahr nocheinmal 100- 200.000 mehr Arbeitslose geben wird. Das wird die Bäuerinnen und Bauern wieder mit voller Härte treffen, denn wenn die wirtschaftliche Situation schlechter wird, wird sofort ein Sündenbock für hohe Lebensmittelpreisepreise gesucht und wir können uns alle ausdenken, wer da, unverschuldet, zum Handkuss kommt.
Gerade jetzt wäre es tödlich, wenn wir eine Steuerdebatte vom Zaun breche. Mit der Forderung nach Einrichtung eines Transferkonots hat Sepp Pröll den Spieß umgedreht und eine Möglichkeit aufgezeigt, ausgabenseitig Missstände und Effizienzräuber aufzuzeigen.
Wie wir jetzt in der Krise gesehen haben, ist es die größte Herausforderung für die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik, dass wir ein Sicherheitsnetz einbauen, das die Bäuerinnen und Bauern nicht in voller Härte die immer größer werdenden Marktschwankungen und Auswirkungen von Spekulationsgeschäften spüren lässt. Wenn die Preise besser sind, ist das schön, aber wenn sie einmal runter gehen, darf das in Zukunft nicht gleich zu einer neuen Krise führen.
Vor allem in den letzten, sehr turbulenten Monaten, wurde wiedereinmal deutlich, für welche Art von Politik der Bauernbund steht. Im Gegensatz zu den Rabauken versuchen wir mit klugen Überlegungen und taktisch geschickten Verhandlungen Verbündete zu suchen und die Interessen unserer Mitglieder dementsprechend durchzusetzen. Im Gegensatz zu radikalen Gruppierungen haben wir dadurch, um nur ein Beispiel zu nennen, erreicht, dass die Europäische Union wieder in den Markt eingreift.Vor allem die kleinen Bauern sind die, die als erstes aufgeben müssten, wenn es diese Form des Ausgleiches nicht mehr gibt.
Wir dürfen uns nicht in die Defensive drängen lassen, Österreich hat als einziges Land erreicht, dass 70% der Direktzahlungen früher ausbezahlt werden können und den Bäuerinnen und Bauern so Liquidität ermöglicht, wo es gerade in diesen Zeiten oft auf einige Tage ankommt, die über die Zukunft des Betriebs entscheiden.
Wir kämpfen an allen Fronten, denn die Landwirte sind auch die ersten Leidtragenden durch die Klimaveränderung, denn sie haben ihre Werkstätte in der freien Natur und wir haben ja gesehen, wie schlimm sich Wetterkapriolen in der letzten Zeit ausgewirkt haben. Wir haben hier aber auch die Lösungen anzubieten. Wir sorgen für erneuerbare Energien, wir sorgen für eine flächendeckende Landbewirtschaftung und wir errichten und bewirtschaften mit unseren heimischen Wäldern große CO 2 Speicher.
Es warten derzeit also große Herausforderungen auf uns, aber alle vier Politikspitzen Berlakovich, Seitinger, Wlodkowski und Grillitsch sind sich einig, dass wir, wenn wir Geschlossenheit zeigen und unsere konstruktive Form der Politik weiterführen, gut für die Zukunft und die großen Herausforderungen, die auf uns warten, gerüstet sind. So können wir unserer kleinstrukturierten heimischen Landwirtschaft mit lebensfähigem Einkommen für die bäuerlichen Familien eine Zukunft geben.
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