Der erste Besuch fand in der Früh beim Schlachthof Scheucher in Ungerdorf statt. Nach einer Besichtigung des Betriebes konnte sich Grillitsch im persönlichen Gespräch mit Hannes Scheucher ein Bild über die aktuelle Situation am Schlacht- und Fleischmarkt verschaffen. Weiter ging es mit dem Besuch der Firma Kindler in Ragnitz. Dort hatten wir die Gelegenheit, das Kraftwerk, die Getreidemühle und die Kernölpresse, wo ausschließlich g.g.A. Kernöl hergestellt wird, zu besuchen.“Gerade solche Firmen sind es“, betonte Grillitsch, „die langfristig Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichern, so den Menschen ermöglichen, Einkommen zu erwirtschaften und die Lebensqualität aufrechterhalten“. Die Firma Kindler beschäftigt 120 Mitarbeiter, die zum überwiegenden Teil aus den Bezirken Leibnitz, Feldbach und Graz-Umgebung stammen. Zu Mittag stärkte sich der Tross beim Weingut-Heurigen der Familie Gramm in Gralla, deren 30-jähriger Juniorchef der örtliche Bauernbundobmann ist. Bei diesem Zusammensein hatten die regionalen Pressevertreter die Gelegenheit, mit Fritz Grillitsch, LAbg. Peter Tschernko, dem Bezirksbauernbundobmann Josef Kowald und dem ÖVP Ortsobmann von Gralla, Arthur Mallaschitz ins Gespräch zu treten. Der weitere Verlauf des Besuchstages führte die Teilnehmer dann nach Halbenrain zur Familie Tschiggerl in Dietzen, die uns sehr spannende Konzepte über die Verwertungsmöglichkeiten von Maisspindeln im energetischen und stofflichen Bereich aufzeigte und uns auch vorführte, wie weit sie im technischen Bereich durch Eigeninitiative und –entwicklungen schon in der Aufbereitung des Rohstoffes Maisspindel gekommen sind. Anschließend ging es nur wenige Meter beim Buschenschank Hosp mit einer offenen Diskussionsrunde mit den Bauernbundobmännern und Bürgermeistern aus dem Bezirk Radkersburg weiter. Bürgermeister Dietmar Tschiggerl konnte dazu Gerhard Wlodkowski und Fritz Grillitsch begrüßen, die den Teilnehmern sehr offen Rede und Antwort standen. Grundtenor war, dass wir uns als Bauernschaft nicht auseinanderdividieren lassen dürfen und in Zukunft noch näher beisammenstehen müssen, da der Wind, der uns aus allen Richtungen ins Gesicht bläst, sicher sehr viel rauer werden wird. Durch die Wirtschaftskrise verstärkte soziokulturelle Spannungen, die in klassenkämpferischen Tendenzen münden, würden die Sache nicht einfacher machen. Trotzdem sehen Wlodkowski und Grillitsch gute Möglichkeiten für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft, schon allein vor dem Hintergrund, dass lt. Expertenstudien der Bedarf an Lebensmitteln zur Ernährung der Weltbevölkerung um 50% zunehmen wird. Außerdem richteten sie gemeinsam den Appell an junge Menschen, sich wieder vermehrt in die Interessensvertretung des Bauernbundes einzubinden, da es um ihre Zukunft gehe! Den stimmungsvollen Ausklang fand dieser erlebnisreiche Tag beim Buschenschank Frühwirth in Haselsdorf. Dort waren Bezirksbäuerin Maria Pein, LAbg. Anton Gangl, Kurt Tauschmann, Peter Riedl, Siegfried Klobassa, Dir. Tonner und der Bezirksgeschäftsführer der ÖVP Radkersburg Günther Klöckl bei einer Auswahl von kulinarischen Köstlichkeiten aus dem südoststeirischen Thermenland an einem Tisch mit dem Bauernbundpräsidenten versammelt. So klang ein sehr informativer Tag für unseren Bauernbundpräsidenten in kleiner Runde gemütlich aus.
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