Nach der Eröffnung und Begrüßung durch ÖR Alfred Nußbaum folgten Kurzreferate zum Thema "War früher bäuerliche Verantwortung leichter oder schwerer". Landesobmann Präs. ÖR Gerhard Wlodkowski erläuterte in seinem Vortrag die aktuelle Situation in der Agrarpolitik und die auf uns wartenden Herausforderungen. Anschließend hob ÖR Grete Pirchegger die Wichtigkeit, dass sich auch Frauen aktiv in die Politik einbringen, hervor. Sie unterstrich, dass es zu Ihrer Zeit viel schwieriger war, als Frau Politik zu gestalten als es Gott sei Dank heute sei. Mag. Dr. Maria Leßlhumer gab danach einen Überblick, welche Aktivitäten die Bäuerinnenorganisation in der Steiermark im Jahresablauf setzt. Sie zeigte auch zahlreiche Erfolge am sozialen Sektor, wie die Einführung einer Bäuerinnenpension, o.ä. auf, deren Zustandekommen vor allem dem Einsatz der Bäuerinnen zu verdanken seien. Der ehemalige Bauernbunddirektor Dr. Alois Puntigam sprach über die Wichtigkeit von Strukturarbeit und die Einbindung der Basis in die politische Arbeit. Er sagte, dass man nicht generell sagen könne, Verantwortung war früher schwerer oder leichter als heute. Jede Zeit hat ihre ganz speziellen Anforderungen an die Funktionäre und heute seien durch veränderte Rahmenbedingungen eben andere Herausforderungen zu bewältigen als noch vor einigen Jahrzehnten. Die bäuerliche Interessensvertretung gab aber zu jeder Zeit ihr Bestes, um ihre Mitglieder optimal betreuen zu können.

Der neue Kammeramtsdirektor DI Werner Brugner, stellte sich den Besuchern mit einem kurzen Abriss über seinen bisherigen Lebenslauf vor und erzählte den Teilnehmern , wie er seine zukünftige Arbeit in der Kammer anlegen möchte. Ein entscheidender Aspekt ist, dass die LK-Stmk sich in Zukunft deutlicher als Dienstleistungsbetrieb für ihre Mitglieder positionieren wird und in diese Richtung noch zahlreiche Schritte gesetzt werden. Das Vertrauen in die Kammer wird durch Gestalten und Dienen mit Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Respekt noch weiter gestärkt werden.

Nach der Kaffeepause folgte Bauernbunddirektor DI Franz Tonner mit seinen Ausführungen zum Strategieprozess des Steirischen Bauernbundes, „Miteinander für die Steiermark“. In seinem Referat, „Wo stehen wir, wo wollen wir hin“ fasste er die Ergebnisse des ersten Arbeitskreistreffens der Gruppe 50 Plus zusammen und erläuterte die Wichtigkeit eines gemeinsamen Miteinanders von Jung und Alt in der bäuerlichen Interessensvertretung. Sein Beitrag war die Grundlage zur anschließenden Diskussion, wo die Teilnehmer ihre Ansichten und Wünsche für die zukünftige Arbeit des Steirischen Bauernbundes einbringen konnten. Ein wichtiges Instrument dabei ist, dass wir in Zukunft wieder verstärkt den direkten Kontakt zu den Mitgliedern suchen, ihre Emotionen und Befindlichkeiten aufnehmen und in die Arbeit der Standesvertretung einbauen. Dafür gab es in der anschließenden Diskussion große Zustimmung unter den Teilnehmern.

ÖR Alfred Nußbaum schloss die Veranstaltung um 17:40 nach einer angeregten, konstruktiven Diskussion, in der alle, die sich zu Wort gemeldet hatten, betonten, was auch schon Direktor Tonner vorher gesagt hat. Dass es nämlich für die zukünftige Arbeit wichtig sei, sowohl den reichen Erfahrungsschatz der langgedienten Funktionäre zu nutzen, aber auch die neuen Ideen der jungen Leute in die Arbeit einzubauen.

Mit so einem konstruktiven Miteinander sehen wir den Steirischen Bauernbund in Hinblick auf die in Kürze auf uns zukommenden Herausforderungen weiterhin als schlagkräftige Organisation, die die Anliegen ihrer Mitglieder mit aller Entschlossenheit vertreten kann.
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