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BAUERNBUND JUGEND PRÄSENTIERT ZUKUNFTSPAPIER „GRAZER ERKLÄRUNG“
Köstinger: Ausreichendes Angebot an Bildung und Infrastruktur wichtig für Attraktivität des ländlichen Raums
„Wir brauchen Profi-Bauern – und diese brauchen Profi-Kurse“, erklärte Elisabeth Köstinger, Obfrau der Österreichischen Jungbauernschaft, beim heutigen Bundesbauernrat in Graz. Die alle zwei Jahre stattfindende Tagung des höchsten Bauernbundgremiums hat sich heuer ganz dem Motto „Die Zukunft lebt am Land.“ verschrieben.
Bildung als Investition in die Zukunft
Mit ihrem heute präsentierten Zukunftspapier legt die Bauernbund Jugend ein klares Bekenntnis zur Bildung ab. „In der heutigen Zeit ist landwirtschaftliches Unternehmertum mehr gefragt denn je. Und dabei ist Bildung nicht nur eine Chance oder eine Notwendigkeit, sondern ein Stützpfeiler für die Zukunft“, so Köstinger. So müssten noch mehr Möglichkeiten zur Weiterbildung und eine Garantie für lebenslanges Lernen geschaffen werden – sowohl im schulischen Bereich als auch in der Aneignung von Zusatzqualifikationen. Köstinger hob in diesem Zusammenhang den Bildungsschwerpunkt im „Grünen Pakt“, dem Programm zur Ländlichen Entwicklung, als wichtigen Schritt lobend hervor.
Hofübernehmer garantieren Überleben bäuerlicher Familienbetriebe
Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch lobt die Initiative der Jugend und stellt dabei in Aussicht, dass sich der Bauernbund künftig noch stärker der Jugendarbeit widmen werde. „10.000 Hofübernehmer bis zum Jahr 2010 – das ist unser Ziel. Unsere Jugend braucht starke Signale, politisch stabile Rahmenbedingungen und das Bekenntnis zu Grund und Boden als Eigentum. Nur so können wir das Überleben der bäuerlichen zukunftsfähigen Familienbetriebe garantieren“, so der Bauernbundpräsident. „Die Zeichen am Markt stehen derzeit gut und machen Mut für die Zukunft“, zeigte sich Grillitsch erfreut. Eine aktuelle „OGM“-Umfrage zeigt, dass 63 Prozent der Befragten den Bauernbund als moderne Organisation sehen. „Dies spricht zweifelsfrei für die junge und dynamische Politik des Bauernbundes. Wir haben stets ein offenes Ohr für die jungen Betriebsführer und Betriebsführerinnen und nehmen ihre Anliegen ernst“, so Grillitsch.
Pro Gemeinderat ein junger Bauernbündler
Schon jetzt vertritt die Bauernbund Jugend rund 40.000 Junglandwirte, wobei rund 2.000 dieser Mitglieder politische Funktionen innehaben. „Wir wollen der Stimme der Jugend aber noch mehr Gewicht geben. Bis zum Jahr 2015 soll in jedem Gemeinderat ein junger Bauernbündler sitzen“, fordert Köstinger. Und weiter: „Bei der Listenerstellung für die Wahlkämpfe müssen die Jungbauern auf wählbare Stelle gesetzt werden.“ Unterstützend dafür sei ein verstärktes Angebot an politischer Bildung notwendig. Wie zum Beispiel „EDUCA“ – die Ausbildungsreihe der Bauernbund Jugend, die hilft politisches Wissen und Denken zu fördern.
Aufwertung der Bezirksstädte
Um die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe und des Ländlichen Raums nachhaltig zu sichern, muss dieser Lebensraum für die Jugend attraktiv bleiben. Junge Leute brauchen Perspektiven durch Ausbildungsmöglichkeiten und durch die nötige Infrastruktur. Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und ein reichhaltiges Freizeit- und Kulturangebot sollen der Landflucht entgegenwirken. „Die Bezirksstädte müssen aufgewertet werden – und zwar als Gegenpol zu urbanen Strukturen. In jedem Bezirk sollte ein Fachhochschullehrgang mit regionaler Schwerpunktsetzung entstehen“, erklärte die Jungbauern-Obfrau und forderte dabei mehr Geld für ländliche Gemeinden, eine verstärkte Förderung von Vereinen und Breitbandtechnologie für alle.
„Der Bauernbund redet nicht nur, sondern er handelt. Der heutige Bundesbauernrat zeigt ganz deutlich: Der Bauernbund sucht gemeinsam mit seiner Jugendvertretung Lösungen für zukunftsorientierte Maßnahmen im ländlichen Raum. Jugendliche bekommen so die Chance mitzubestimmen“, so Köstinger abschließend.
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