SPÖ-Budget - Anschlag auf den ländlichen Raum

Die Kürzungen der Kofinanzierung sind das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft
"Der vorgelegte Budgetentwurf wird im ländlichen Raum nachhaltigen Schaden anrichten“, ist Bauernbundobmann Gerhard Wlodkowski überzeugt. „Denn durch die 50 %-ige Kürzung der Mittel für die ländliche Entwicklung können unsere Bäuerinnen und Bauern ihre multifunktionalen Aufgaben – Offenhaltung der Kulturlandschaft, Umwelt- und Naturschutz, Produktion hochqualitativer Lebensmittel – nicht mehr aufrecht erhalten. Durch die Einsparung von 22 Mio € im Landesbudget müssen die steirischen Bauern auf 105 Mio € Direktzahlungen von EU, Bund und Land verzichten. Betroffen sind vor allem Bergbauern und kleine landwirtschaftliche Betriebe, die jedoch den höchsten Beitrag zur Erhaltung unserer wunderschönen Kulturlandschaft liefern.“

In Europa durchgesetzt, in der Steiermark gescheitert.
Die österreichische Bundesregierung konnte in Brüssel ein ausgezeichnetes Verhandlungsergebnis erreichen und die EU-Mittel zur Sicherung des ländlichen Raumes als attraktiven Lebens- und Wirtschaftraum aufstocken. Durch die höheren Rückflüsse aus Brüssel konnte einerseits die Nettozahlerposition verbessert werden und andrerseits sichern investive und infrastrukturelle Maßnahmen wertvolle Arbeitsplätze. „Wir konnten ganz Europa von der Notwendigkeit der ländlichen Entwicklung überzeugen und zur Mitfinanzierung anregen, aber die steirische SPÖ zeigt ihr wahres Gesicht und verzichtet lieber auf Gemeinschaftsgelder als die Bauern zu unterstützen. Damit wird der Vorschlag von SPÖ-Bundesobmann Gusenbauer, der ja schon bei den EU-Verhandlungen eine Kürzung des Agrarbudgets um 50 Prozent gefordert hatte, in der Steiermark umgesetzt“ sieht Wlodkowski den SPÖ-Budgetvorschlag von langer Hand geplant und zielgerichtet umgesetzt.

Schwerer Schlag für Wirtschaft.
„Verlierer sind aber nicht die Bauern, sondern in erster Linie die Bewohner, Besucher und Genießer des ländlichen Raumes und natürlich der Tourismus und alle die direkt und indirekt davon leben. Der Bauernbund wird die Todesandrohung nicht kampflos hinnehmen und daher die Budgetdebatte im Landtag genau verfolgen und wenn notwendig geeignete Maßnahmen setzen“ meint Wlodkowski abschließend.
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