Bauernbund macht aktive Milchpolitik

Milchausschuss beschließt Quotenverteilung 2006 -2008



Der Milchausschuss der Landwirtschaftskammer Österreich hat am 10. November die Eckpunkte der Milchquotenverteilung 2006 bis 2008 beschlossen. Das Ziel des Österreichischen Bauernbundes, die zu verteilende Quote linear auf alle Milch liefernden Betriebe zu verteilen, konnte erreicht werden. Im besonderen wurden kleine Betriebe mit einer Mindestzuteilung von 50 kg berücksichtigt.

Die Verteilung wurde auf Grund einer politischen Einigung auf der Basis der Beschlüsse der Agenda 2000 und der GAP-Reform 2003 beschlossen. In der GAP-Reform vorgesehen ist eine Quotenerhöhung von 1,5% in drei Jahresschritten (jeweils 0,5% von 2006 bis 2008). Zielsetzung der Quotenverteilung war es, das maximale Volumen für Österreich abzusichern. Im Jahr 2006 werden daher 20.000 Tonnen A-Quote (ca. 14.000 Tonnen aus der GAPReform,ca. 6.000 Tonnen aus der nationalen Reserve) verteilt. Somit können wir 2006 rund 500.000 Euro für unsere Milchbauern prämienwirksam machen und damit jeden uns zustehenden Cent aus Brüssel abholen. In den Jahren 2007 und 2008 gelangen jeweils rund 14.000 Tonnen zur Verteilung. Die D-Quote wird nach den selben Kriterien wie die A-Quote verteilt.

Im Milchausschuss konnte man sich auch darauf einigen, dass diese zu verteilenden Quotenmengen bis zum 31. März 2009 an eine Sperrfrist gebunden sind. Somit sind Spekulationen mit der Quote unterbunden.

Trotz dieser Einigung auf die lineare Verteilung war die Milchquotenverteilung 2003 rückblickend betrachtet ein richtiges Signal. Einerseits stammte die zu verteilende Milchquote aus der Nichtausnutzung der Quotenverteilung 1999/ 2000. Dazu kamen Quoten, die der Sperrfrist unterlagen. Diese Sperrfrist besagt, dass zugeteilte Quoten in einem gewissen Zeitraum nicht verkauft werden dürfen. Heute haben wir es mit einer völlig veränderten Situation zu tun, weil die GAP-Beschlüsse sämtliche Milchbauern betreffen und nicht nur jene, die in einem gewissen Zeitraum Quoten gehandelt haben!
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