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Nov 17

Holz als idealer Baustoff in Erdbebengebiet

Nach der tragischen Erdbebenkatastrophe in der Grenzregion zwischen dem Iran und Irak kommt nun das Schicksal unverhofft: Vor knapp einem Monat empfing Landesrat Hans Seitinger eine Wirtschaftsdelegation aus dem Iran im Landhaus, um agrar- und wirtschaftspolitische Themen zu diskutieren und wichtige Wirtschaftskontakte zu knüpfen.

 

Dabei wurde auch besprochen, wie sich verschiedenste Baustoffe wie Holz bei Erdbebenerschütterungen bewähren und welches Schicksal sich für die Menschen letztlich daraus ergeben kann.
Denn die Steiermark gilt weltweit als eine der führenden Holzbauregionen. So wird auf die Innovation Brettsperrholz in Erdbebengebieten oft zurückgegriffen. Vor allem das erdbebengefährdete Japan hat großes Interesse an unserem Brettsperrholzsystem angemeldet.

 

„Nachdem Erdbebenkatastrophen gerade in stark besiedelten Regionen horrende Schäden und tragische Schicksale herbeiführen, gewinnen moderne Verbundkonstruktionen aus Holz immer mehr an Bedeutung“, erklärt Seitinger, der noch zusätzlich betont, dass er dabei aus der gegebenen Not keinen Gewinn schlagen will. Dennoch rückte er die Steiermark als Region in den Vordergrund, die im Falle von Katastrophen traditionell hilfsbereit ist. Seitinger weiter hervorhebend: Die Steiermark hat immer wieder bewiesen, dass sie in Bezug auf Ersthilfe sowohl im Wasseraufbereitungs- und Entsorgungsbereich als auch im Holzbau nachhaltige und zielführende Lösungen anbieten kann.

 

Den steirischen Forschungsbeitrag in der Holztechnologie sieht Seitinger als eine große Zukunftsinvestition, die nicht nur hierzulande, sondern auch auf internationaler Ebene einen nachhaltigen Wertschöpfungsbeitrag für unser Land leisten kann. Zudem unterstrich er die enorm positiven Auswirkungen des Holzbaus im Bereich der Klimapolitik.
Österreich war eines der ersten Länder, das nach der Aufhebung internationaler Embargos gegen den Iran erste Gespräche über diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen aufnahm. Diese Erstkontakte würdigte auch die iranische Wirtschaftsdelegation bei ihrem Besuch vor einem Monat.